Special: Weininsel Sardinien (Merum, Heft 03/2011)

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Voller Vorfreude begaben sich die Merum-Autoren auf die Suche nach verlorenen Schätzen wie den Malvasia di Bosa. Sie kannten diesen Wein nur vom Hörensagen und wollten endlich seine Bekanntschaft machen. Fast wurde ihre Hoffnung enttäuscht, denn in Bosa selbst fanden sie den Wein nicht. Erst nach emsiger Suche konnten sie zwei Produzenten in umliegenden Dörfern ausfindig machen. Nicht in Erfüllung ging ihr Wunsch nach einer Begegnung mit dem Nepente di Oliena, ein seltener Cannonau aus dem Osten Sardiniens, dafür wurden sie von den Produzenten des aussterbenden Vernaccia di Oristano mit offenen Armen empfangen. Ein erstaunlicher Wein, der bereits im 14. Jahrhundert getrunken wurde.

Auch das ist Sardinien: Es besitzt Weine jahrhundertealter Tradition und seltener Qualität und muss machtlos ihrem Untergang zusehen. Umso sonniger ist die Lage in der Gallura. Dieses von Wein- und anderem Rummel unberührte Hügelgebiet im Nordosten Sardiniens ist voller Leben und bringt einen der bemerkenswertesten und derzeit erfolgreichsten Weißweine Italiens hervor, den Vermentino.
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Sardinien verwöhnt seine Besucher nicht nur mit außergewöhnlichen Weinen. Die Küstenorte bieten – außer paradiesischen Badestränden – herrliche Fischgerichte in Fülle, die Bergdörfer im Landesinneren schmackhafte Käse und Wurstwaren, typisch sardische Pasta- und Fleischgerichte, Olivenöl, duftende Kräuter… Das Auge kann sich an den Meeresküsten und den Macchia-Landschaften kaum sattsehen, und überall stößt man auf historische Zeugnisse bis in die grauen Vorzeiten der menschlichen Zivilisation zurück. Gerne teilen Raffaella Usai, Jobst von Volckamer und Andreas März ihre Sardinien-Begeisterung mit den Onde und Merum-Lesern.

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