Weinfest 2009

Dolce Vita im Bonner Winter

IMG_0069.JPG Ungewöhnlich mediterrane Klänge erfüllten am Freitag (16. Januar) die Parterre- Räume der katholischen Hochschulgemeinde Bonn im Herzen der Bonner Innenstadt.  Adriano Celentano, Eros Ramazotti und Rino Gaetano verwandelten das Studentencafé der KHG in einen Schauplatz der Dolce Vita. Bei sanft gedimmtem Licht im durch und durch italienisch ausstaffierten Raum fand unser diesjähriger Weinabend "Weinfest" statt.
Durch ein altes Tor mit ehrwürdigem Blick auf die St.Remigius-Kirche gelangt man über den Hintereingang der Kirche durch stille Korridore in das gemütliche Café, das erst vor kurzem neu eröffnet wurde.
Unsere Weinverkostung stand in diesem Jahr ganz unter dem Motto eines kulinarischen Wettstreits. Zwei Deutsche und zwei Italienische Weine - jeweils ein Rot- und ein Weißwein -, sowie dazu passend ausgewählte deutsch-italienische Antipasti stellten sich den etwa 25 anwesenden Feinschmeckern.IMG_0047.JPG
 


Nach einem kleinen Begrüßungsprosecco, der wohl im Nachhinein als Fanal für den Verlauf gelten muss, machte ein Grauburgunder aus Heilbronn den Anfang. Zwar sprachen seine "strukturierte Säure" und seine "erfrischende Würze" für ihn, indes befanden vor allem die weiblichen Gäste gerade diese Attribute eher als "bitter im Nachgeschmack" und "zu sauer". Klar besser kam sein italienisches Pendant an, der Arneis aus dem kleinen Ort Tetti im Piemont. Er überzeugte durch seine "Harmonie", seinen "Gehalt", die "Vollmundigkeit" und eine "frische Leichtigkeit". Dazu wurden Blätterteigtaschen und Auberginen Bruschetta serviert.

IMG_0041.JPGDie beiden Rotweine teilten die Gemüter. Der deutsche Lemberger, zu dem Gemüsefrittata gereicht wurde, war sehr "rund und geschmeidig", sowie "samtig und leicht", während der italienische Wein, der Dolcetto d‘Alba, zu dem Tomate-Pesto-Blätterteigtaschen aufgetragen wurden, mit seiner "Vollmundigkeit" und vor allem seinem "kräftigen Körper" imponierte, was bei einigen auch als "zu aggressiv" und "zu schwer" bezeichnet wurde. Insgesamt konnte sich der Lemberger knapp durchsetzen.
Zwischen den einzelnen Verkostungen gab es reichlich Pausen für angeregtes Diskutieren und Philosophieren über Weine und Italien. Die Präsentationen der jeweiligen Weine lieferten den nötigen fachlichen Hintergrund dazu und die kleinen Köstlichkeiten waren die ergänzende Unterhaltung für den Gaumen. Zum Ende hin galt es noch den Wein des Abends zu küren. Mehr als die Hälfte der anwesenden Weinliebhaber entscheid sich für den italienischen Arneis.